Warum „Richtig Ticken“ genau JETZT meine Antwort ist.

Viele haben mich gefragt, warum ich mich ausgerechnet jetzt – mitten in einer tiefen persönlichen Krise – so radikal ehrlich zeige. Warum ich gerade jetzt die Tür für mein Herzensprojekt „Richtig Ticken“ aufstoße. Die Antwort ist simpel, auch wenn sie wehtut: Weil ich erst jetzt wirklich begonnen habe, mir selbst zuzuhören. In fast sechs Jahren Arbeit mit über 40 Klienten habe ich oft über Veränderung gesprochen. Ich habe andere ermutigt, in ihren Schmerz zu schauen, während ich selbst noch meine Maske der Aufopferung trug. Ich wollte retten, während ich mich selbst noch versteckte. Ich spüre gerade eine tiefe Entschlossenheit in mir. Ich habe aufgehört, mich zu rechtfertigen. Ich habe verstanden: Meine Brüche sind kein Hindernis für meine Arbeit – sie sind die Voraussetzung. Ich muss nicht „fertig“ oder „geheilt“ sein, um ein guter Peer zu sein. Ich muss nur wahrhaftig sein. „Richtig Ticken“ ist kein klassischer Ratgeber-Podcast. Es ist mein Versprechen an mich und an euch, die Masken abzulegen. Es ist der Ort, an dem wir lernen, dass Veränderung scheiße weh tun darf, weil genau dieser Schmerz der Motor ist, der uns aus den alten, krankmachenden Mustern herausholt. Ich öffne die Tür jetzt, weil ich heute weiß: Wahrheit braucht keinen perfekten Zeitpunkt. Sie braucht nur Mut. Wer ist bereit, mit mir gemeinsam hinter die eigene Maske zu schauen? Ohne Bewertung von außen. Einfach nur, um zu sehen, wie wir wirklich ticken. So fühle ich.

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Keine neue Rolle, sondern das Ende der Schauspielerei.

„Heute ist der 24. Dezember. Während ich das schreibe, stehe ich vor den Scherben meiner Familie. Und ich weiß, was manche jetzt denken werden: ‚Ist das wieder so eine Phase? Schreibt er das nur, um sich wichtig zu machen? Ist das nur Spinnerei?‘ Ganz ehrlich: Diese Fragen stelle ich mir selbst auch. Die Angst, dass man mir nicht glaubt oder dass ich wieder nur in ein neues Muster rutsche, ist da. Aber genau das ist der Punkt: Ich habe mein Leben lang versucht, ‚besonders‘ zu sein, mich unsichtbar aufzuopfern und Rollen zu spielen, um dazuzugehören. Ich habe meinen Platz immer bei anderen gesucht und mich dabei selbst verloren. Damit ist jetzt Schluss. Ich poste das hier heute nicht für Likes oder Mitleid. Ich tue es als Zeugnis für mich selbst. Ich habe heute die Tür zu meiner eigenen Wahrheit einen Spalt weit aufgestoßen. Ich merke: Ich muss nicht perfekt sein, um als Peer anderen zu helfen. Gerade meine Brüche und mein jetziges Scheitern sind das, was mich echt macht. Ich habe keine fertigen Antworten. Ich habe nur diesen einen Moment der radikalen Ehrlichkeit. Ich fange heute an, einfach da zu sein – ungeschminkt, verletzt und ohne die Maske des ‚Gutmenschen‘. Wer diesen Weg mitgehen will, ist herzlich eingeladen. Wer es für Spinnerei hält – auch das ist okay. Ich muss nicht mehr jedem gefallen. Ich muss nur noch mit mir selbst im Reinen sein.

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Podcast: Richtig ticken geht online

Endlich ist es soweit. Die erste Folge zum Podcast geht in die Endphase. Für alle Freunde und unterstützer kurz der Hinweis, dass die 1. Folge des angekündigten Podcastes „Richtig Ticken“in den letzten Zügen der Produktion liegt und in Kürze online gestellt wird. Es gibt immer wieder Ereignisse im Leben, die für Turbulenzen sorgen und so die eigentlichen Abläufe durcheinanderwirbeln. Das ist mir als Produzent der Podcastfolge gerade so ergangen. Unser Motto in unserem Kanal wird „Betroffene helfen helfen Betroffenen“ sein. Auch ich bin ein Betroffener (einer mittelschweren bzw. -gradigen Depression) und muss so auch Situationsbedingt reagieren. So lange wir jedoch reagieren können leben wir! Wir haben Impulse, Kräfte werden frei gesetzt – Kräfte, an die wir schon gar nicht mehr geglaubt haben. Genau die Maske, hinter der wir uns versteckt haben, hinter der wir am liebsten immer schreien und weinen würden setzt sich wie von selbst wieder auf. Die Maske hat uns nach aussen lächeln lassen. Wir haben Gefühle und Emotionen versteckt, versteckt vor Anderen, bis wir uns selbst daran gewöhnt hatten sie auch vor uns zu verstecken. Immer wieder überwältigen auch mich Emotionen und Gefühle. Sie nehmen Einfluß auf das was gerade mit mir passiert. Das Gedankenkarusell rotiert! Ich komme nicht zur Ruhe. Immer wieder habe ich das Gefühl, dass ich nicht loslassen kann. Ich kann den Schmerz, die Verzweiflung und die Enttäuschung nicht loslassen. Was mache ich damit? Hört dieses mich wahnsinnig machende Karussell nie auf? Dieses Gefühl, dass immer wieder etwas Neues geschieht, was uns, was mich verletzt. Daraus entsteht sehr oft das Bedürfniss einfach aufzugeben oder wegzulaufen. Hört es wirklich nie auf? Warum muss ich eigentlich immer alles hinnehmen und mit mir geschehen lassen? Diese Frage kennen Sie auch? Doch wie könnte die Antwort darauf aussehen? Genau solche Fragen werden wir uns hier stellen. Mit dem Podcast „Richtig Ticken“ werden wir versuchen gemeinsam diese Antworten zu finden. Im Wort gemeinsam liegt hier der wahre Schatz. Ihre, ja unsere Krisenerfahrungen sind der Schatz aus dem wir schöpfen können und sollten. Kommunikation, reden, miteinander reden – reden auf Augenhöhe. Gemeinsam erkennen und uns so gegenseitig zu helfen! Lust dazu? Dann sind Sie hier richtig

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Mein ABC der Genesungsbegleitung

G – wie Gedanken, Glaubenssätze

Glaubenssätze beziehen sich auf tradierte (überliefert, übernommene) Werte, Erfahrungen und Überzeugungen. Meist werden sie uns von direkten Bezugspersonen auf den Weg mitgegeben, als eine Art Belehrung oder Einschärfung für unser Denken und Handeln. Soweit eine kleine Definition. Doch wie erfahre ich, welche meine Glaubensätze sind. Fakt ist, dass diese Glaubensätze sehr oft unser Handeln, unsere Reaktionen und Verhalten auf ein bestimmtes Vorkommnis steuern.

Wie erkenne ich meine Glaubenssätze?

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SPÄTER … WANN IST DAS ?

– Kaum hat der Tag begonnen und schon ist es sechs Uhr abends.
– Kaum am Montag angekommen und es ist schon wieder Freitag.
– und der Monat ist vorbei.
– und das Jahr ist fast vorbei.
– und schon 30, 40, 50 Jahre unseres Lebens sind vergangen.
– Wir realisieren, wie viele Menschen wir schon verloren haben.
– Eltern, andere Verwandte und viele Freunde und Bekannte. Ein Zurück gibt es nicht.
– Also versuchen wir die Zeit zu geniessen, die uns bleibt!
– Lasst uns nicht aufhören Aktivitäten zu haben, die uns gefallen.
– Lasst uns Farbe in unseren grauen Alltag bringen!
– Lächeln wir über die kleinen Dinge des Lebens, die Balsam in unsere Herzen bringen.

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Mein ABC der Genesungsbegleitung

F – wie Familie & Freunde

In der Zeit der Depression ist der Rückhalt von Freunden und vor allen Dingen der Familie einer der wichtigsten Faktoren, um einen Ausweg aus einer Krise finden zu können. Leider ist das sehr oft nur ein Wunschgedanke, denn das ist immer noch in den wenigsten Fällen so. Inzwischen ist es so, dass sich nicht „nur“ die Betroffenen Hilfe von außen holen, sondern auch Angehörige. Doch leider ist auch das noch die Ausnahme. Wie kann dieser Fakt entstehen? Wie kann es sein, dass Angehörige, die Freundin oder der Freund der Betroffenen selbst zu Betroffenen werden bzw. selbst Hilfe suchen?

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Mein ABC der Genesungsbegleitung

E – wie Empathie

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Ein damit korrespondierender allgemeinsprachlicher Begriff ist Mitgefühl.

Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten.

Soweit die rein nüchterne Erklärung. Doch ist es wirklich so einfach und nüchtern zu sehen? Im Grunde ist die Empathie also das Wahrnehmen der Gefühle anderer Menschen. Doch dazu muss ich selbst Gefühle erlebt bzw. durchlebt haben. Dazu muss ich selbst in der Lage sein, meine Gefühle zu erkennen und auch einzuordnen.

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Mein ABC der Genesungsbegleitung

D – wie Dialog in der Depression

Die Depression belastet sehr oft Partnerschaft und Familie in einem sehr hohen Maße.

Lt. Statistik haben 84 Prozent der befragten Betroffenen sich während ihrer Depression aus den meisten sozialen Beziehungen zurückgezogen. Das ist das Ergebnis des veröffentlichten zweiten „Deutschland-Barometer Depression“ von Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Deutsche Bahn Stiftung. Diese repräsentative Befragung untersuchte Einstellungen und Erfahrungen zur Depression. Befragt wurden 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus einem repräsentativen Online-Panel für Betroffene in Privathaushalten.

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Ich kann es nicht mehr ertragen….

Was auf den ersten Blick wie Aufgabe aussieht, ist für mich eher eine Aufgabe geworden. Zweimal das Wort Aufgabe und doch so unterschiedlich! So unterschiedlich, wie die Ursachen, die eine Aufgabe seiner selbst nach sich ziehen können. Genau hier beginnt dieser Beitrag.

Ehrlich gesagt habe ich die „Schnauze“ voll. Ich bin nicht gewillt einen anderen Ausdruck dafür zu benutzen. Ich möchte von vornherein klarstellen, dass es mir nicht um Schuldzuweisungen geht. Das Wort „Schuld“ möchte ich eigentlich komplett aus meinem Wortschatz streichen. Das Wort „Schuld“ hat genau die negative Anhaftung, die ich vermeiden möchte.

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Mein ABC der Genesungsbegleitung

Commitment – Ja sagen zu meiner Entscheidung

„Was wäre gewesen, wenn …?“ „Hätte ich nicht lieber doch …?“ – Diese Gedanken bestimmen oft unseren Alltag. Gerade, wenn wir uns in einer Krise befinden beschäftigen uns die Fragen, wie diese immer wieder. Immer dann, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben. Oft macht es uns dann unsicher. Wir trauern vielleicht sogar verpassten Chancen nach. Damit tun wir uns keinen Gefallen. Eine Entscheidung wird nur dann richtig, wenn wir ernsthaft und entschlossen ein Commitment mit der eigenen Wahl eingehen.

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